Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass
Corona-Sonderzahlungen auch bei Anrechnung auf andere freiwillige
Arbeitgeberleistungen steuerfrei sind. Voraussetzung ist allerdings, dass die
Zahlungen vom Arbeitgeber zweckbestimmt zur Abmilderung der Belastungen durch
die Corona-Krise gewährt werden. Eine konkrete (individuelle) Belastung der
begünstigten Arbeitnehmer durch die Corona-Krise ist nicht erforderlich.
Werbevertrag eines Fußballers führt nicht automatisch zu Gewerbeeinkünften
Die Werbetätigkeit eines Fußballspielers als
»Markenbotschafter« führt für sich genommen noch nicht zu einer gewerblichen
Tätigkeit, wenn durch Honorarzahlungen ausschließlich besondere Leistungen und
Erfolge im Bereich des Fußballsports vergütet werden.
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Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelzimmermieten bei einem Veranstalter für Konferenzen, Events und Reisen
Nicht jeder Aufwand für die Anmietung von Hotelzimmern ist dem
Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzurechnen. Voraussetzung für die Hinzurechnung
nach § 8 Nr. 1 Buchst. e des Gewerbesteuergesetzes in der für den
Erhebungszeitraum 2011 geltenden Fassung (GewStG) wäre, dass die Hotelzimmer
dem (fiktiven) Anlagevermögen des anmietenden Gewerbebetriebs zuzuordnen sind.
Ob eine solche Zuordnung zu erfolgen hat, hängt von den Umständen des
Einzelfalles ab.
Vollverzinsung nach § 233a der Abgabenordnung (AO) verstößt nicht gegen das Unionsrecht
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die
Vollverzinsung der Umsatzsteuer gemäß § 233a AO nicht gegen das Unionsrecht
verstößt.
Änderung bei der steuerlichen Behandlung von außerordentlichen Einkünften ab dem Veranlagungszeitraum 2025
Außerordentliche Einkünfte, wie zum Beispiel Abfindungen
oder Arbeitslohn für mehrere Jahre, die unter die Tarifermäßigung nach § 34
Einkommensteuergesetz fallen, werden ab dem Veranlagungszeitraum 2025 nicht
mehr im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt. Darauf weist das Thüringer
Finanzministerium hin.
Gesetzentwurf für höhere Besteuerung von Kryptowerten
Die Haltefrist bei Kryptowerten im Steuerrecht soll
entfallen. Das sieht ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor ().
Die Abgeordneten wollen Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften von
Krypotwerten unabhängig von der Haltedauer mit dem persönlichen
Einkommensteuersatz besteuern.
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Mehrwertsteuerbetrug: Rat einigt sich auf verstärkte Zusammenarbeit mit EU-Ermittlungsbehörden
Der Rat hat sich am 5. Mai 2026 vorläufig auf neue
Vorschriften geeinigt, um die Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs in der EU
durch eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, der
Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) und dem Europäischen Amt für
Betrugsbekämpfung (OLAF) zu verstärken.
Grundsteuerreform: Niedersachsen plant Änderungen für Härtefälle
Niedersachsens Landesregierung möchte mit einer
Rechtsänderung den Kommunen die Möglichkeit einräumen, die Grundsteuer in
besonders gelagerten Härtefällen mit hohen individuellen Belastungen ganz oder
teilweise zu erlassen. Es gehe um eine bürokratiearme Lösung für spezielle
Einzelfälle, teilt das Landesamt für Steuern (LfSt) mit.
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Vertriebsketten für Mehrzweck-Gutscheine: Zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Leistungen der Mittelpersonen
In einem aktuellen Schreiben macht das
Bundesfinanzministerium (BMF) Ausführungen dazu, wie Leistungen von im eigenen
Namen und auf eigene Rechnung handelnden Mittelpersonen in Vertriebsketten für
Mehrzweck-Gutscheine umsatzsteuerlich zu behandeln sind.
DStV-Steuerrechtsausschuss lenkt Fokus auf Kasse, E-Rechnung und weitere Vorhaben
Am 20.04.2026 kam der DStV-Steuerrechtsausschuss zu seiner
ersten Jahressitzung in Berlin zusammen. Trotz der aktuellen Dynamik rund um
Energie-Sofortprogramm, Entlastungsprämie und eine mögliche »große«
Einkommensteuerreform behielt das Gremium auch die weiteren Vorhaben des
Gesetzgebers fest im Blick.
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