Vorsteuerabzug bei Übergang von der Kleinunternehmer- zur Regelbesteuerung und umgekehrt
Die Kleinunternehmerregelung nach
§ 19 UStG stellt eine umfangreiche Vereinfachungsregelung für Unternehmer und
Finanzverwaltung dar. Hat ein Unternehmer, der von der Steuerbefreiung nach §
19 Absatz 1 oder 4 UStG zur allgemeinen Besteuerung übergeht, bereits vor dem
Übergang Leistungen bezogen, die er erst nach dem Übergang zur Ausführung von
dann zum Vorsteuerabzug berechtigenden Umsätzen zu verwenden beabsichtigt, ist
der Vorsteuerabzug dennoch für Zeiträume vor dem Übergang zur Regelbesteuerung
nach § 15 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 oder 3 UStG ausgeschlossen. Dies gilt auch,
wenn der Übergang – z. B. wegen des Überschreitens der Grenzen in § 19 Absatz 1
UStG – bereits wahrscheinlich, aber noch nicht tatsächlich erfolgt ist. Dies
betrifft auch den Vorsteuerabzug aus Voraus- und Anzahlungsrechnungen nach § 15
Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Satz 3 UStG.
Thüringen: Gesetzesänderung macht Weg frei für Grundsteuer-Entlastung
Der Thüringer Landtag hat am 30.
Oktober 2025 das von den Regierungsfraktionen CDU, BSW und SPD eingebrachte
»Thüringer Gesetz zur Anpassung der Grundsteuerreform (ThürGAnGrStR)«
beschlossen.
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Der »kostenlose« erstmalige Zugang zum E-Abo einer Zeitung war in den Jahren 2009 bis 2012 wirklich kostenlos
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat
entschieden, dass es sich bei der Lieferung einer Zeitung aus Papier und der
Gewährung von Zugang zu einem E-Paper der Zeitung um selbständige
Hauptleistungen handelt, da sie nicht untrennbar sind, beide für den Kunden
einen eigenständigen Zweck haben und das E-Paper nicht nur dazu dient, die
Printausgabe der Zeitung unter optimalen Bedingungen zu lesen.
Nordrhein-Westfalen weitet Pilotprojekt zu KI in der Steuerveranlagung aus
Die Finanzverwaltung des Landes
Nordrhein-Westfalen rollt ihren Testbetrieb zum Einsatz Künstlicher Intelligenz
im Risikomanagement auf weitere vier Finanzämter aus. 2026 soll die Technologie
im gesamten Land genutzt werden können.
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Kampf gegen Geldwäsche intensivieren: Mehr Betriebsprüfer gefordert
Sachsens Finanzminister Christian
Piwarz hat sich für eine stärkere Bekämpfung der Geldwäsche ausgesprochen.
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Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung für Stichtage ab 1. Januar 2026
Das Bundesfinanzministerium hat die
Vervielfältiger zur Berechnung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen oder
Leistungen bekanntgegeben, die nach der am 22. Juli 2025 veröffentlichten
Sterbetafel 2022/2024 des Statistischen Bundesamtes ermittelt wurden und für
Bewertungsstichtage ab dem 1. Januar 2026 anzuwenden sind.
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Grunderwerbsteuer: Steuervergünstigung nach § 6a des Grunderwerbsteuergesetzes
Nach § 6a Abs. 1 des
Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) wird u.a. für bestimmte Rechtsvorgänge
aufgrund einer Umwandlung nach dem Umwandlungsgesetz die darauf entfallende
Grunderwerbsteuer nicht erhoben. Die Steuerbefreiung gilt jedoch nur unter
weiteren Voraussetzungen.
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Schenkungsteuer: Einlage eines Familienheims in eine Ehegatten-GbR
Die Steuerbefreiung für die
lebzeitige Zuwendung eines Familienheims unter Ehegatten kann auch dann zu
gewähren sein, wenn der eine Ehegatte das Familienheim in eine Ehegatten-GbR
einlegt, an der die Ehegatten zu gleichen Teilen beteiligt sind. Dies hat der
Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.
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Beschränkte Steuerpflicht von Versorgungsbezügen aus einer früheren inländischen Betriebsstätte
Versorgungsleistungen, die
aufgrund einer früheren gewerblichen Tätigkeit im Inland bezogen werden, sind
inländische nachträgliche Einkünfte aus Gewerbebetrieb i. S. des § 49 Abs. 1
Nr. 2 Buchst. a EStG.
Abziehbarkeit von Beiträgen zu einer freiwilligen Pflegezusatzversicherung als Sonderausgaben verfassungsrechtlich nicht geboten
Nach der ab 2010 geltenden
Rechtslage sind Beiträge zur Basis-Krankenversicherung, die zur Erlangung eines
sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich ist, und zur gesetzlichen
Pflegeversicherung in voller Höhe als Sonderausgaben abziehbar.